Vor 50 Jahren

Kommandofahrzeug vom Oö. Landes-Feuerwehrkommando

1976 wurden die Bezirksfeuerwehrkommandanten erstmals vom OÖ. LFKDO mit einem KDOF beteilt.  

Der Zweck war zum einen die Steigerung der dienstlichen Mobilität, zum anderen sollten diese Fahrzeuge in den „FuB-Bereitschaften“ eingesetzt werden, da die dort eingeteilten Feuerwehren zu dieser Zeit nicht über die erforderliche Anzahl solcher Fahrzeuge verfügt hatten. 

Der Bezirk Steyr-Stadt wurde am 6. April 1976 mit diesem Fahrzeug beteilt.

Es handelte sich dabei um einen Mercedes 207/24, welcher über 8 Sitzplätze verfügte. Zur Ausrüstung gehörte eine Sprechfunk- sowie eine Lautsprecheranlage.

Dieses KDOF wurde 1986 durch ein neues ersetzt.

 

Erster internationaler Katastropheneinsatz für Steyrer Feuerwehrmänner

Über Ersuchen der italienischen Botschaft in Österreich am 9. Mai 1976 an den Österreichischen Bundes-Feuerwehrverband wurden die einzelnen Landes-Feuerwehrkommandanten ersucht, in das durch Erdbeben verwüstete Gebiet in Oberitalien Hilfsmannschaften zu entsenden. Nach Einvernehmen mit dem zuständigen Feuerwehrreferenten der Oö. Landesregierung alarmierte Landesfeuerwehrkommandant Salcher die Mannschaft aus Oberösterreich und unterwies diese auf ihre bevorstehende Einsatztätigkeit im Katastrophengebiet Gemona. 

Nach Zusammenstellung der Einsatzgeräte war die Hilfsmannschaft aus Oberösterreich unter Leitung von HBI Kraushofer abfahrbereit.

Der Hilfstrupp bestand aus einem KDOF, einem LKW sowie drei TLF 2000 Trupp: ein TLF 2000 Trupp aus Steyr mit BI Gerhard Praxmarer und OFM Gustaf Raffelsberger, ein TLF 2000 Trupp aus Eberschwang mit HBI Karl Reischauer, AW Franz Brandstötter, nach Ablöse der FW-Männer aus Eberschwang am 13. Mai kamen dafür HBM Walter Winkler und HFM Alfred Kiehas, ein TLF 2000-Trupp der OÖ. Landesfeuerwehrschule mit HLM Erich Staltner und HLM Johann Stritzinger sowie von der FF Ebelsberg LM Anton Immler. Das Oö. Rote Kreuz unter der Einsatzleitung von Abtl.-Kdt. Rudolf Gumpinger schloss sich mit der Trinkwasseraufbereitungsanlage den Feuerwehren von OÖ an.

Am Montag, den 10. Mai 1976, um 0:15 Uhr verabschiedeten Landesfeuerwehrkommandant Salcher und dessen Stellvertreter Ing. Nadler die Helfer aus OÖ.

Wie vereinbart trafen sie nach sechsstündiger Fahrt in Arnoldstein auf die Feuerwehren aus Niederösterreich, Kärnten, Salzburg, Steiermark und Tirol. In Arnoldstein wurde die gesamte österreichische Hilfsmannschaft, die sich aus 37 Fahrzeugen (davon 24 TLF) vom Haupteinsatzleiter Bundes-Feuerwehrrat Dr. Diemmer begrüßt. Nach kurzem Aufenthalt fuhren die österreichischen Feuerwehren geschlossen in das Haupteinsatzgebiet nach Gemona.

Noch am selben Nachmittag, nach Errichtung des Lagers, begannen sie nach Erkundung des Gebietes und eigenem Ermessen mit der Trinkwasserversorgung. An den ersten beiden Tagen wurde bis zur notdürftigen Instandsetzung einer Wasserleitung Wasser aus dem Tagliamento-Fluss gepumpt und mit der Wasseraufbereitungsanlage des Oö. Roten Kreuzes, der Feuerwehr Innsbruck und dem LFKDO Steiermark in der Stunde 10 000 Liter Trinkwasser gewonnen.

Erst am dritten Tag konnten die Aufbereitungsanlage abgebaut und die Tanklöschfahrzeuge aus einem Hydranten gespeist werden. Mit der großen Aufschrift ACQUA POTABILE auf den Tanklöschfahrzeugen wurden sie überall herzlichst empfangen – waren es doch sie, die in kleinere völlig zerstörte Orte nach Tagen zum ersten Mal Trinkwasser brachten.

Der Tagesablauf der österreichischen Feuerwehren begann um 6 Uhr mit der Tagwache, um 7 Uhr war Standeskontrolle mit Lage-besprechung. Die Einsatzfahrzeuge der oberösterreichischen Feuerwehren waren mit der Zustellung von Trinkwasser in das Gebiet westlich und südlich von Gemona, nach San Thomas, Montenares, Ferla, Maiano, Eliseo, Endensano und Gemona unterwegs. Jede einzelne TLF-Besatzung lieferte pro Tag ca. 10 000 Liter Trinkwasser an die notleidende Bevölkerung, für diese Tätigkeit waren 12 bis 14 Stunden Arbeitszeit erforderlich.  Von den Tanklöschfahrzeugen Steyr, Eberschwang und Oö. LFS wurden in den sieben Tagen die Erdbebenopfer mit 150 000 Liter Trinkwasser versorgt. Der gesamte Wassertransport der österreichischen Feuerwehren betrug 867 000 Liter. Es waren dazu 117 Mann, 23 Tanklöschfahrzeuge und 9200 Arbeitsstunden notwendig.

Mit Tränen in den Augen dankte die Bevölkerung den Einsatzkräften für das Trinkwasser.

Am Dienstag, den 17. Mai 1976 um 9 Uhr wurde die Heimreise angetreten. Nach neunstündiger Fahrt traf die oö. Hilfsmannschaft um 18 Uhr in der Oö. Landesfeuerwehrschule in Linz ein und wurden von Landesfeuerwehrkommandant Salcher und seinem Stellvertreter sowie von den Familienangehörigen mit großer Freude empfangen.

Auch Steyrs Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Gottfried Wallergraber begrüßte in Steyr die beiden Kameraden BI Gerhard Praxmarer und OFM Gustaf Raffelsberger nach der Rückkehr ihres vom 9.5. bis 18.5.1976 geleisteten Katastropheneinsatzes.

Quelle: OÖ. Feuerwehrmitteilungen 3/1976

Ennsleite: Brandeinsatz auf der Ennsleite: Dramatische Menschenrettung in den Nachtstunden In der Nacht auf den 3. Mai wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Steyr unsanft aus dem Schlaf gerissen. Um 02:15 Uhr schrillten die Pager: Gemeldeter Wohnungsbrand im Stadtteil Ennsleite. Bereits bei der Anfahrtv der ersten Fahrzeuge war die Ernsthaftigkeit der Lage durch die weithin sichtbare Rauchsäule und den Feuerschein erkennbar. Lage beim Eintreffen: „Personen an Fenstern“ Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs bot sich den Einsatzkräften eine kritische Lage. Eine Wohnung im Erdgeschoss stand bereits in Vollbrand, Flammen schlugen aus dem Fenster. Besonders dramatisch: Da das Treppenhaus bereits massiv verraucht war, saßen mehrere Bewohner in den darüberliegenden Stockwerken fest. Sie standen an den Fenstern und riefen um Hilfe – der Fluchtweg war ihnen bereits vollständig abgeschnitten. Unverzüglich wurde ein umfassender Rettungsangriff gestartet. Während mehrere Atemschutztrupps der Löschzüge 1, 4 und 5 zur Menschenrettung ins Gebäude vordrangen, wurde im Außenbereich die Teleskopmastbühne (TMB) in Stellung gebracht. In einer koordinierten Aktion konnten insgesamt 15 Personen gerettet werden: Ein Teil wurde mittels Fluchtfiltermasken sicher durch das verrauchte Stiegenhaus ins Freie geführt. Parallel dazu erfolgte die Evakuierung mehrerer Personen über die TMB direkt von den Fensterbrüstungen. Der Mieter der Brandwohnung konnte sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr eigenständig ins Freie retten. Er wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades erstversorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus geflogen. Die restlichen 14 Bewohner wurden am Sammelplatz vom Roten Kreuz und dem Kriseninterventionsteam in Empfang genommen und betreut. Der eigentliche Brandherd in der Küche konnte durch einen gezielten Innenangriff unter schwerem Atemschutz rasch unter Kontrolle gebracht werden, wodurch ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindert wurde. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde das Objekt mittels Hochleistungslüftern druckbelüftet und mit der Wärmebildkamera auf verbliebene Glutnester kontrolliert. Die Brandursache ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar und wird von der Polizei ermittelt. Die Freiwillige Feuerwehr Steyr stand mit den Löschzügen 1, 4, 5 sowie dem Technischen Zug und zahlreichen Fahrzeugen für ca. 2 Stunden im Einsatz. Ein großer Dank gilt allen eingesetzten Kräften für die professionelle Zusammenarbeit, durch die in dieser Nacht Schlimmeres verhindert werden konnte.
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