Vor 100 Jahren

Vor 810 Jahren 1210
Erste verbürgte Nachricht über ein Hochwasser in Steyr am 30.12.1210

Die erste geschichtlich verbürgte Nachricht von einem Hochwasser in Steyr. Der Chronist meldet, dass in diesem Jahr am 30.12.1210 die Enns so plötzlich anschwoll, dass mehrere Menschen durch Ertrinken den Tod fanden.

Vor 150 Jahren 1870
1870 Erste Zeugstätte für den heutigen Löschzug 2

Zeugstätte Löschzug II, Steyrdorf – Standort Sierningerstraße 53 – Eigentümer: Stadtgemeinde Steyr – 1870, für die Mannschaft der Turnerfeuerwehr Steyr welche im Laufe des Jahres einen Stand von 400 Mann erreichte, wurde für deren Unterbringung von der Gemeinde ein zweites Depot, und zwar  im Bruderhausgarten eingeräumt.

Steyr, 14. April 1870
Brand einer Malzdörre bei J. Haratzmüller  Langegasse 5 (Haratzmüllerstr.)
  
Die unermüdliche Tätigkeit, das wahrhaft Todt verachtende  Vorgehen der Feuerwehrmänner und Anderer hat das Holz- und malzreiche Ennsdorf vor einem großen Unglück bewahrt. Im Bräuhause des Herrn Johann Haratzmüller entzündete sich an der Wasserseite die Malzmasse und brannte im Inneren schon lichterloh, während die Bewohner des Hauses ohne Ahnung beim Mittagmahle beisammen waren. Binnen einer Stunde war das schreckenerregende Element gebändigt; ein wahres Glück, das es Mittag und nicht Mitternacht war.
 
16.05.1870
Der Brand in der Strafanstalt Garsten

Fast gleichzeitig mit dem Untergang der Sonne brach am 16. Mai 1870 im östlichen Teile der Anstalt im sogenannten „Clericat“ , hart am linken Ennsufer, am Dachboden Feuer aus.       Bereits waren die Arbeitssäle leer, die Sträflinge größtenteils in ihre Schlafabteilungen eingezogen, als noch einige Sträflinge im Hofe und ein Gefangenaufseher den Ausbruch der Flammen gewahrten. Das Entsetzen war umso größer, weil eben an diesem Platze Herr Kautschukfabrikant Kunze, Firma Reithofer, seine ölgeschwängerten Strazzen aufgehängt hatte. Mit Blitzesschnelle waren jedoch die Sträflinge aus diesem Trakte samt den Aufsehern, ungefähr 70 Mann, mit einem wahren Feuereifer auf den Dachboden und zu den Lösch-Requisiten gerannt, mit einem Eifer, dem die Rettung des Hauses und noch mehr der nahestehenden Stiftskirche zu danken ist.        Mit wahrer Todesverachtung drangen einige Gefangene durch die rasch nördlich fortschreitende Brandstätte, um durch schnelles Trennen der Dachverbindung dem wütenden Elemente Herr zu werden, die Kirche und anderes Brennmaterial zu retten. Es gelang; denn bereits war der Brand gebändigt, als die Feuerwehr aus Steyr herbeikam und sicher haben sich mindestens ebenso die arbeitenden Bewohner des Hauses den Dank der Pfarrgemeinderat sowie des Ortes verdient, wie die opferwillige Feuerwehr.          Einige leichte Brandwunden abgerechnet, ging der unheildrohende Abend, fast möchte man sagen, glücklich vorüber, und die noch sichtbaren Reste des verbrannten Dachfirstes in einer Ausdehnung von beinahe 15 Klaftern in der Länge geben Zeugnis dafür, dass die Kraftanstrengung eine große war. 
Wäre den arbeitenden Bewohnern des Hauses beim Brande „wohl ums Herz“  gewesen, sie würden sicher nicht so angestrengt und todtverachtend bis zur völligen Ermattung gearbeitet haben.      Eine „mutwillige Brandlegung“ ,wie der Bericht vom 18.Mai vermutet, muss in Abrede gestellt werden, weil in diesen geschlossenen Raum ohne begleitenden Aufseher kein Gefangener kommt; vielmehr liegt die begründete Vermutung nahe, dass die angehäuften Strazzen sich selbst entzündeten.       Ebenso ist das „Ausspringen eines Gefangenen und sein Ergreifen durchs Zivile“ eine müßige Erfindung.
Tatsache ist es und volle Wahrheit: die gefangenen haben sich opferwillig und musterhaft benommen, und eben dadurch dem Ärar  und der Gemeinde Garsten einen Dienst erwiesen, dem die wohlverdiente Anerkennung nicht versagt werden darf.

07.September.1920 
Staubrücke von Hochwasser mitgerissen

Um ½4 Uhr nachmittags (15:30 Uhr) traf aus Grünburg die Nachricht ein, dass dort ein Teil der Staubrücke der Rumpelmühle, Eigentum der Nettingsdorfer Papierfabrik, und die Gemeindebrücke über die Steyr von Grünburg nach Steyrdorf vom Hochwasser weggerissen wurde.     Von dem bei der Rumpelmühle aufgestauten Holz wurden bei 1000 Festmeter fortgeschwemmt. Um 5 Uhr nachmittags traf aus Klaus die Meldung ein, das die Steyr bei den fortdauernden Regengüssen noch weiter steigt. Gegen ½6 Uhr abends trafen die Bloche und Stämme aus Grünburg auf der Steyr hier ein. Das Holzrinnen dauerte über eine Stunde. Es trieben viele hundert Stämme und Bloche auf der wildschäumenden Steyr daher und rannen in der Enns weiter. Um 6 Uhr abends begann das Wasser, besonders in der Steyr, so zu steigen, dass die Feuerwehr und die Wasserwehr der Waffenfabrik Steyr zur Hilfeleistung alarmiert werden mussten. Der 1.Train der Feuerwehr und ein Teil der Wasserwehr leisteten den Bewohnern der schwer bedrohten Bracken in Ramingsteg Hilfe. Es mussten viele Wohnungen geräumt werden. Ramingsteg war vom Pumpwerk der Waffenfabrik abwärts zur Gänze unter Wasser. Die Feuerwehr arbeitete dortselbst bis nach Mitternacht, worauf sie von der Feuerwehr St. Ulrich abgelöst wurde. Von 10 Uhr abends an stand auch der Stadtteil an der Steyr und Eysenfeld ganz unter Wasser. Überall drang das Wasser in die Keller- und Parrterenräume ein. Bei der vom Hochwasser arggefährdeten Gsangbrücke musste die Feuerwehr mehrere Felder der                     Holzverschalung herausbrechen, um dem strömenden Wasser, das bereits bis zum Brückenboden reichte, Durchlass zu geben. Diese Brücke wurde auch in der Folge vom Wasser überschwemmt. Die Wasserwehr war bis nach Mitternacht damit beschäftigt, den Verkehr zu vermitteln und Hilfe zu leisten. Um Mitternacht hatte die Steyr den Stand von 475 cm erreicht, worauf sie nach langem Stillstand etwas zurückging. Bis heute früh war das Wasser auf 433 cm gefallen. Gestern abends ließ der Regen etwas nach, heute aber setzte er unvermindert wieder ein, so dass das Wasser wieder stieg.                                            

09.11.1920 
Einbruch in ein Feuerwehrdepot Steyr

In dem in der Wehrgrabengasse Nr.16 in der Nähe der Kollerschen Färberei gelegenen Zeughause der Waffenfabrik, in dem  eine Dampfspritze der städtischen Freiw. Feuerwehr untergebracht ist, wurde kürzlich eingebrochen. Die Täter drangen vom Wehrgrabenkanal aus durch Aufbrechen einer Türe in das Depot und entwendeten zur Dampfspritze gehörige Ausrüstungsgegenstände im Werte von 15.000 K, darunter zwei Druckschläuche von je 10 m Länge, zwei Strahlrohre aus Kupfer, vier messingene Rohrmundstücke, sowie mehrere Leinenblusen und Hosen

20.10.1930 
Erstes Feuerwehrauto für den Löschzug Steyrdorf

Trotz der schweren finanziellen Krise der Stadt Steyr – konnte für die Freiw. Feuerwehr Steyr, Löschzug Steyrdorf (LZ 2)ein Feuerwehrauto angekauft werden. Bei diesem Fiat Lastkraftwagen von der Fa. Rosenbauer handelt es sich um das erste Automobile- Gerät für den Löschzug Steyrdorf.

 

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