?Am 17. Oktober stand bei der Feuerwehr Steyr alles im Zeichen der Sicherheit und Einsatzbereitschaft: Die Atemschutzgeräteträger traten an, um ihre Fähigkeiten zu beweisen und die Leistungsabzeichen in den Stufen Bronze, Silber und Gold zu erwerben.
?Insgesamt stellten sich sieben Trupps dieser anspruchsvollen Prüfung, die streng nach den Richtlinien des Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes (OÖ LFV) abgenommen und von HBI Michael Lakner geleitet wurde. Um erfolgreich zu bestehen und das begehrte Abzeichen zu erhalten, mussten die Teilnehmer ihr Können und Wissen an fünf fordernden Stationen unter Beweis stellen:
?Station 1: Theoretisches Wissen
Hierbei müssen die Truppmitglieder ihr umfassendes Fachwissen abrufen. In einem schriftlichen Test (je nach Stufe mit steigendem Schwierigkeitsgrad) gilt es, feuerwehrtechnische Fragen zu Einsatztaktik, Atemgiften, Gefahrenlehre und Unfallverhütung in einer vorgegebenen Zeit fehlerfrei zu beantworten.
?Station 2: Vorbereitung und Ausrüsten (Geräteaufnahme)
Unter strenger Zeitnehmung muss der Trupp die schwere Atemschutzausrüstung aufnehmen. Dies beinhaltet die präzise Durchführung der Einsatzkurzprüfung (Kontrolle von Flaschendruck und Restdruckwarneinrichtung), das exakte Anlegen von Flammschutzhaube, Maske und Helm sowie das abschließende gegenseitige Kontrollieren. Jeder Handgriff muss sitzen, bevor der Truppführer das entscheidende "Einsatzbereit!" meldet.
?Station 3: Praktische Einsatzübung
Das Herzstück der Prüfung simuliert den Ernstfall. Der komplett ausgerüstete Trupp muss unter schwerem Atemschutz eine abgedunkelte Hindernis- und Kriechstrecke überwinden. Neben der körperlichen Belastung wird hier auf taktisch richtiges Vorgehen, eine korrekte Türöffnungsprozedur, das systematische Absuchen von Räumen sowie auf die ständige Überwachung des Flaschendrucks und lückenlose Funkmeldungen an die Atemschutzüberwachung geachtet.
?Station 4: Pflege und Wartung (Abrüsten und Flaschenwechsel)
Nach dem "Einsatz" wird das fachgerechte Abrüsten genau bewertet. Der Trupp muss die verbrauchten Atemluftflaschen sicher ausbauen und durch volle ersetzen. Anschließend ist eine vorschriftsmäßige Hochdruckdichtprüfung durchzuführen, um sicherzustellen, dass das Atemschutzgerät für die nächste Alarmierung wieder zu 100 % dicht und einsatzbereit ist.
?Station 5: Gerätekunde und Funktionsprüfung
An der letzten Station geht es tief in die Technik der lebensrettenden Ausrüstung. Die Geräteträger müssen die exakte Funktion einzelner Bauteile (wie Druckminderer, Lungenautomat oder Maskenkörper) erklären können. In der Stufe Gold kommt hier die detaillierte Überprüfungen am Gerät und der Maske hinzu.
?Die Atemschutzleistungsprüfung ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Sie garantiert, dass unsere Einsatzkräfte im Ernstfall auch unter extremen körperlichen und psychischen Belastungen sicher, routiniert und unfallfrei handeln können.
?Die Feuerwehr Steyr gratuliert allen angetretenen Trupps herzlich zu den hervorragenden Leistungen und den neu erworbenen Abzeichen. Ein großer Dank gilt dem gesamten Bewerterteam für die perfekte Organisation und die objektive Bewertung dieser wichtigen Leistungsprüfung.