Nachtrag zum Zivilschutzalarm und erstmaliger fläschendeckender Probe des AT-Alarm
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Heute fand der jährliche Zivilschutzprobealarm in ganz Österreich statt. Im gesamten Stadtgebiet hat die Auslösung der Sirenen ausnahmslos funktioniert! Dies wurde von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort kontrolliert. Es kann jedoch vorkommen, dass es aufgrund kurzer zeitlicher Verzögerungen zu Überlagerungen mit den Sirenen der Umlandgemeinden von Steyr kommt, da sich die Schallwellen der Sirenen in Bodennähe mit etwa 340 m/s ausbreiten. Ein Beispiel: Die Sirene im Zentrum von St. Ulrich ist etwa 1,5 km vom Stadtteil Ennsleiten entfernt. Diese Sirene ist deshalb auf der Ennsleiten erst mit einer Verzögerung von etwa 4 Sekunden wahrnehmbar.

Auch der AT-Alarm, der Warnungen direkt auf Mobiltelefone senden kann, hat sehr gut funktioniert, sofern diese Funktion aktiviert ist. So ist auch eine Alarmierung der Bevölkerung möglich, wenn sich Personen nicht in akustischer Reichweite einer Sirene befinden.

Dieses Alarmsystem ermöglicht es auch, gehörlose Personen oder Personen mit Hörbeeinträchtigung zu erreichen. Diese Personen haben üblicherweise das Mobiltelefon auf Vibrationsalarm oder visuellen Alarm eingestellt, um auf Anrufe oder Nachrichten aufmerksam zu werden.

Desweiteren wird diese Art der Alarmierung auch in anderen EU-Ländern (insgesamt 12) verwendet, zum Beispiel in den Niederlanden (NL-Alarm), Deutschland (DE-Alarm) oder Spanien (ES-Alarm), und ist innerhalb der EU genormt. Dies ermöglicht es, dass Sie, wenn Sie sich in einem dieser Länder befinden (Urlaub, Geschäftsreise oder Ähnliches), von den lokalen Behörden alarmiert werden. Ein Beispiel wäre, wenn Sie in Spanien im Urlaub sind und sich ein Waldbrand auf Ihren Urlaubsort ausbreitet.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Beitrag zum Verständnis beider Alarmierungsmethoden beitragen konnten.

Ennsleite: Brandeinsatz auf der Ennsleite: Dramatische Menschenrettung in den Nachtstunden In der Nacht auf den 3. Mai wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Steyr unsanft aus dem Schlaf gerissen. Um 02:15 Uhr schrillten die Pager: Gemeldeter Wohnungsbrand im Stadtteil Ennsleite. Bereits bei der Anfahrtv der ersten Fahrzeuge war die Ernsthaftigkeit der Lage durch die weithin sichtbare Rauchsäule und den Feuerschein erkennbar. Lage beim Eintreffen: „Personen an Fenstern“ Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs bot sich den Einsatzkräften eine kritische Lage. Eine Wohnung im Erdgeschoss stand bereits in Vollbrand, Flammen schlugen aus dem Fenster. Besonders dramatisch: Da das Treppenhaus bereits massiv verraucht war, saßen mehrere Bewohner in den darüberliegenden Stockwerken fest. Sie standen an den Fenstern und riefen um Hilfe – der Fluchtweg war ihnen bereits vollständig abgeschnitten. Unverzüglich wurde ein umfassender Rettungsangriff gestartet. Während mehrere Atemschutztrupps der Löschzüge 1, 4 und 5 zur Menschenrettung ins Gebäude vordrangen, wurde im Außenbereich die Teleskopmastbühne (TMB) in Stellung gebracht. In einer koordinierten Aktion konnten insgesamt 15 Personen gerettet werden: Ein Teil wurde mittels Fluchtfiltermasken sicher durch das verrauchte Stiegenhaus ins Freie geführt. Parallel dazu erfolgte die Evakuierung mehrerer Personen über die TMB direkt von den Fensterbrüstungen. Der Mieter der Brandwohnung konnte sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr eigenständig ins Freie retten. Er wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades erstversorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus geflogen. Die restlichen 14 Bewohner wurden am Sammelplatz vom Roten Kreuz und dem Kriseninterventionsteam in Empfang genommen und betreut. Der eigentliche Brandherd in der Küche konnte durch einen gezielten Innenangriff unter schwerem Atemschutz rasch unter Kontrolle gebracht werden, wodurch ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindert wurde. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde das Objekt mittels Hochleistungslüftern druckbelüftet und mit der Wärmebildkamera auf verbliebene Glutnester kontrolliert. Die Brandursache ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar und wird von der Polizei ermittelt. Die Freiwillige Feuerwehr Steyr stand mit den Löschzügen 1, 4, 5 sowie dem Technischen Zug und zahlreichen Fahrzeugen für ca. 2 Stunden im Einsatz. Ein großer Dank gilt allen eingesetzten Kräften für die professionelle Zusammenarbeit, durch die in dieser Nacht Schlimmeres verhindert werden konnte.
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