Wohnungsbrand in einem Mehrparteienhaus im Steyrer Wehrgraben
Am Dienstag, dem 28. April 2026, wurden die Löschzüge 2 (Steyrdorf), 3 (Gleink) und 4 (Christkindl) der Freiwilligen Feuerwehr Steyr zu einem Brand in einem Mehrparteienhaus im Stadtteil Wehrgraben alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt war eine massive schwarze Rauchsäule sichtbar. Etwa zehn Minuten nach der Alarmierung traf das erste Tanklöschfahrzeug am Einsatzort ein. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits mehrere Polizeistreifen vor Ort und führten die Evakuierung der Hausbewohner durch. Auch die Person aus der Brandwohnung hatte sich glücklicherweise schon in Sicherheit bringen können.
Die Besatzung des ersten Fahrzeugs bereitete umgehend den Löschangriff vor. Bereits 13 Minuten nach der Alarmierung stand der erste Atemschutztrupp an der Tür der betroffenen Wohnung. Da diese bereits in Vollbrand stand und eine enorme Hitze abstrahlte, war ein sofortiges Eindringen unmöglich. Erst durch gezielte Wasserabgabe von der Wohnungstür aus konnte die Temperatur so weit gesenkt werden, dass ein weiteres Vordringen in die Räumlichkeiten möglich wurde.
Parallel dazu bereiteten die rasch eintreffenden weiteren Kräfte der FF Steyr einen Außenangriff vor. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, eine Riegelstellung aufzubauen, um ein Übergreifen der Flammen auf das darüberliegende Stockwerk zu verhindern. Um den Wasserschaden am Gebäude insgesamt so gering wie möglich zu halten, lag der primäre Fokus der Brandbekämpfung jedoch auf dem gezielten Innenangriff. Die Wasserversorgung wurde neben dem gut ausgebauten Steyrer Hydrantennetz zusätzlich durch eine Saugstelle an einem nahegelegenen Kanal der Steyr sichergestellt.
Im weiteren Einsatzverlauf bekämpfte der erste Atemschutztrupp das Feuer systematisch Raum für Raum. Zeitgleich kontrollierte ein weiterer Trupp das Stiegenhaus sowie die umliegenden Wohnungen, um sicherzugehen, dass alle Personen das Gebäude verlassen hatten.
Zur logistischen Unterstützung wurde der Technische Zug mit dem Atemschutzfahrzeug nachalarmiert, um die verbrauchten Atemluftflaschen direkt vor Ort wieder zu befüllen. Ein dritter Atemschutztrupp übernahm im Anschluss das Ablöschen der zahlreichen verbliebenen Glutnester in der Wohnung.
Da in der Brandwohnung starke Schäden an der oberflächlichen Gebäudestruktur festgestellt wurden, zog die Einsatzleitung in Absprache mit der Wohnungsgenossenschaft einen Statiker sowie eine Sanierungsfirma hinzu. Im Außenbereich wurde währenddessen mithilfe von Dreh- und Schiebeleitern der Vollwärmeschutz rund um die Brandwohnung geöffnet, um auch in der Fassade verborgene Glutnester aufzuspüren und abzulöschen.
Der Rettungsdienst des Roten Kreuzes Steyr versorgte vier Personen vor Ort medizinisch; eine davon wurde zur weiteren Behandlung ins Landeskrankenhaus Steyr eingeliefert. Zudem betreute das Kriseninterventionsteam sechs betroffene Personen.
Ein herzlicher Dank gilt den Einsatzkräften des Roten Kreuzes und der Polizei für die gewohnt exzellente und reibungslose Zusammenarbeit.